Montag, 9. September 2013

Rechtsanwälte und Social-Media-Marketing


Rechtsanwälte und Social-Media-Marketing  - warum sich Fortbildung lohnt

Fortbildung gehört bei Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen zum Pflichtprogramm. Dazu gehört auch das Thema Social Media speziell für Rechtsanwälte, also in eigener Sache.
Aus diesem Grunde besuchte ich am 4. September 2013 die Social Media Kanzlei Konferenz (SMKK 13) in Köln. 

Von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr boten hochkarätige Experten und Expertinnen in ihren Vorträgen rund 120 Teilnehmern (m. / w.) hochwertiges Fach- und Insiderwissen. Selbst international arbeitende Kanzleien hatten MitarbeiterInnen abgeordnet.

Von Professor Dr. Marion Halfmann, die an der Universität Rhein-Waal in Kleve tätig ist, erfuhren wir aus einer von ihr betreuten Studie, dass Rechtsanwälte / Rechtsanwältinnen von der Bevölkerung grundsätzlich positiv und als hilfreich wahrgenommen werden. Einige Angaben der auf der Straße befragten Passanten -  Rechtsanwälte sind Großverdiener, Anzug- und Schlipsträger, ein bißchen langweilig - sorgten für Heiterkeit.
Bei der Bevölkerung besteht nach dieser Studie allerdings  ein Informationsdefizit,  das über verschiedene Kommunikationswege abgebaut werden kann. Neben der klassischen Werbung gehören dazu heute auch die Wege, die das Internet und Social Media bieten.
Das Thema des Vortrages waren die Erwartungen der Mandanten an die Kanzleiwebseite. Die Kanzleiwebseite ist vor, während und nach der Mandatserteilung für Mandanten und potentielle Mandanten von Bedeutung. Der Mandant erwartet Informationen über die Kanzlei, die Rechtsanwältin / den Rechtsanwalt, den Verfahrensablauf, Neuigkeiten, aber auch Originelles und Amüsantes.  Bezogen auf die einzelnen Phasen der Information, Mandatsanbahnung, Auftragserteilung, Mandatsbearbeitung, in denen der Mandant die Kanzleiwebseite besucht, wurden Tipps gegeben, wie sich die Erwartungen der Mandantschaft erfüllen lassen. 

Herr Tembrink , der sich mit dem Marketing für Rechtsanwälte bei You-Tube befasst, führte in das Video-Marketing ein. Hierbei erfuhren die TeilnehmerInnen, warum Video-Marketing für Rechtsanwaltskanzleien wichtig sein kann, welche Fehler dabei gemacht werden können und wie diese zu vermeiden sind.  Die meisten Benutzer bei You-Tube sind übrigens älter als 45 Jahre.

Rechtsanwalt Michael Friedmann, Gründer von mehreren Plattformen für Online-Rechtsberatung, sorgte mit der  provokanten  Aussage, "99 % der Anwälte haben keinen Erfolg mit Facebook" für Irritation, seine Begründung für Heiterkeit.
Einer der Gründe ist, so Friedmann, dass Anwälte Facebook einfach nicht verstehen. Für die rund 120 Teilnehmer gilt dies in Zukunft nicht mehr!

Frau Ilona Cosack, Inhaberin der ABC Anwaltsberatung Cosack gab Tipps zur Darstellung bei Xing:  wie man dort sein Teilnehmerprofil ausfüllt und  welche Möglichkeiten der Kontaktsuche und Kontaktpflege das Business Netzwerk bietet.
Zur Verdeutlichung gab es Hinweise auf gute und weniger gute Xing-Profile. Dort nur einen Account zu haben, genügt jedenfalls nicht mehr.


Zum Schluss berichtete Rechtsanwalt  Solmecke aus Köln von seinem vor ca. sieben Jahre begonnen Anwaltsmarketing im Internet von den Anfängen  bis zur Entwicklung zu einer der bedeutendsten Kanzleien im Medienrecht. Ohne Berührungsängste plauderte der Kollege aus dem " Nähkästchen". Seine Tätigkeit konzentriert sich heute ausschließlich auf das Marketing für seine Kanzlei. Mandate bearbeitet er persönlich nicht mehr.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass abhängig vom jeweiligen Vorwissen jede(r) TeilnehmerIn neue Erkenntnisse gewinnen konnte.
Davon profitieren nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Mandantschaft.
Danke an den Veranstalter, Felix Beilharz, Rechtsanwaltsmarketing, für die spannende und abwechslungsreiche Konferenz.




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